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Ackerschachtelhalm

(Equisetum arvense)

 

Botanik

Der Ackerschachtelhalm gehört zu den Schachtelhalmgewächsen, welche zu den ältesten Gefäßsporenpflanzen der Welt zählen. Vor langer Zeit wurden die Pflanzen noch bis zu 30m hoch. Heute allerdings erreichen sie diese Höhen nicht mehr, da sich über die Jahre eine deutliche Veränderung des Klimas eingestellt hat. Der Ackerschachtelhalm bevorzugt lehmige, magere und feuchte Böden, er wächst jedoch auch auf trocknen und sandigen Böden. Die Pflanze selbst besitzt ein starkes und vernetztes Wurzelwerk. Der Spross, der die Sporen trägt, wird im Frühling sichtbar, stirbt nach dem Ausstäuben ab und anschließend wächst der Laubspross mit fadenförmigen in Etagen angeordneten Blättern ca. 20-30 cm hoch.

 

Kulturelle Bedeutung

Die Pflanze wird auch als Zinnkraut bezeichnet, da der Halm früher zum Säubern des Zinngeschirrs verwendet wurde.

 

Nutzen

Der Ackerschachtelhalm findet wenig Anwendung in der Küche. Dafür wird ihm eine gute Heilwirkung nachgesagt und er ist reich an wertvollen Inhaltsstoffen. Die Pflanze enthält bis zu 10% Kieselsäure, welche für seine festigende Wirkung des Bindegewebes verantwortlich ist. Neben Kieselsäure sind Saponine, Flavanoide, Kaliumsalze und Oxalsäure wichtige Inhaltsstoffe des Halms. Ackerschachtelhalm lässt sich für die innere und äußere Anwendung benutzen. Äußerlich wird er in Form von Badezusatz angewendet und hilft so der Behandlung von schlecht heilenden Wunden. Innerlich hilft der Halm als Tee bei Krampfadern, spröden Haaren oder brüchigen Nägeln, bei Bronchitis, Asthma und Erkrankungen der Harnwege/Blase. Auch bei blutendem Zahnfleisch kann eine Mundspülung aus Ackerschachtelhalm helfen. Eine große Bedeutung spielt die Pflanze auch in der Homöopathie. Aus dem Halm kann eine Brühe hergestellt werden, welche auf den Pflanzen im Garten verteilt werden kann. So werden die Pflanzen vor Krankheiten und Befall von Schädlingen geschützt und zusätzlich gestärkt.

 

Wenn Sie mehr über den Ackerschachtelhalm erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

 

Quelle:
Felber B. (2011): Ackerschachtelhalm, Kräuterstammtisch