Unsere Sponsoren
und Förderer

Stadt Fulda
Kultusministerium Hessen
RhönENERGIE Fulda
Abwasserverband Fulda
Förstina - Der Schatz der Rhön
Osthessen News

Beifuß

NABU/ Christoph Buchen

(Artemisia vulgaris)

 

Botanik

Die Pflanze findet sich an Böschungen, Wegrändern und Schuttplätzen wieder und kann eine Höhe von bis zu 2m erreichen. Trotz ihrer vielseitigen Verwendung wird Beifuß oft als Unkraut betrachtet. Dabei findet er rege Anwendung in Form von Tee, Heilmittel und Gewürzen. Geerntet wird das blühende Kraut von Juni–September.

 

Kulturelle Bedeutung

In der Antike galt Artemis als Schutzgöttin der Heilkräuterkundigen, der Frauen und der Jagd. So kam der Beifuß zu seinem lateinischen Namen. Nicht nur Beifuß, sondern auch Wermuth, Estragon und Beifuß-Ambrosia gehören zu der Gattung der „Artemisia“. Beifuß tauchte bereits in einem Kräuterbuch von 3000 v.Chr. auf und auch in der Kultur der Germanen und Kelten lassen sich Hinweise auf den Stellenwert des Beifußes finden. Um den Beifuß ranken sich viele Traditionen. Einige haben sich bis heute gehalten. Beispielsweise werden Viehställe noch heute im Süden Deutschlands an Maria Himmelfahrt mit Beifuß geräuchert, um die Tiere vor Erkrankungen zu schützen. Ebenso ist bis in die heutige Zeit verbreitet, dass Beifuß nur im Zeichen der Jungfrau gesammelt werden soll.

 

Nutzen

Ein großes Anwendungsgebiet des Beifußes ist die Frauenheilkunde. Die ätherischen Öle des Beifußes wirken auf die Gebärmutterschleimhaut und –muskulatur ein und können so bei der Geburt förderlich sein. Auch fördert Beifuß die Menstruation, den Eisprung und wirkt krampflösend während der Periode.
Neben dem Einsatz in der Frauenheilkunde ist Beifuß als Gewürz verwendbar. Da die vorhandenen Bitterstoffe auf die Gallenflüssigkeit und den Magensaft wirken, fördert Beifuß die Verdauung und wird bei schweren Gerichten, wie Ente und Gans, verarbeitet. Da er erst während des Kochvorgangs sein Aroma entfalten kann, sollte Beifuß einem Gericht zu Beginn zugesetzt werden. Als dritte Verwendungsart ist das Räuchern zu erwähnen. Geräucherter Beifuß soll negative Schwingungen entfernen und eine strak reinigende Wirkung haben.

 

Wenn Sie mehr über den Beifuß erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

Quelle:
Felber B. (2008): Beifuß, Kräuterstammtisch