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Granatapfel

(Punica granatum)

 

Botanik

Der Granatapfelbaum kann mehrere hundert Jahre alt werden und Höhen von 5m und Breiten von 3m erreichen. Der Baum blüht im Frühjahr und Sommer, ist sommergrün und trägt Früchte von September-Dezember/Januar. Diese sind dem Apfel recht ähnlich, wechseln ihre Farbe von grün zu orange-braun und erreichen eine Durchmesser von ca. 10 cm. Jede Frucht beinhaltet im Inneren etwa 400 - 15mm große Samen, die von einem rötlich, glasigem Mantel umgeben sind.

 

Kulturelle Bedeutung

Der Name leitet sich von dem lateinischen Namen „Granae“ = Kerne ab. Ähnlich wie der Apfel weist auch der Granatapfel eine hohe Symbolkraft auf. Bei den alten Griechen galt er als Zeichen für Fruchtbarkeit und Liebe, die Vielzahl an Kernen stand für Reichtum und die Krone für Macht. Auch die Ägypter legten den Toten einen Granatapfel mit ins Grab und verwendeten ihn als Heilmittel. Doch auch in verschiedenen Religionen spielt der Granatapfel eine Rolle. Für die Christen stehen die Samen für die Zahl der Heiligen und der Fruchtsaft für das Blut. Der Granatapfel stammt vermutlich ursprünglich aus dem Orient und ist namensgebend gewesen für den Halbedelstein Granat und die spanische Stadt Granada mit einem der wichtigsten Anbaugebiete für diese Frucht.

 

Nutzen

Wissenschaftlich belegt ist die antioxidative, antientzündliche und krebshemmende Wirkung von dem Granatapfel. Auch wirkt er sich über längere Zeit positiv auf den Cholesterinspiegel, Arteriosklerose und hohen Blutdruck aus. Vor allem in der aktuellen Forschung steht der Granatapfel mit seiner Anti-Aging-Wirkung im Mittelpunkt. Auf Grund seiner dicken Schale ist der Granatapfel sehr gut lagerfähig. Im Inneren sind lediglich die Samen angenehm im Geschmack und müssen deshalb aus den nicht schmackhaften Trennwänden herausgepuhlt werden. Die Kerne können ganz oder als Saft weiterverarbeitet werden. Doch wird der Granatapfel in Indien als gelber oder schwarzer Farbstoff für Wolle benutzt und im Orient für die Einfärbung von Teppichen. Und auch schwarze Tinte kann durch Kochen des Obstes hergestellt werden.

 

Wenn Sie mehr über den Granatapfel erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

Quelle:
Felber B. (2009): Granatapfel, Kräuterstammtisch