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Holunderbeere

(Sambucus nigra fructus)

 

Botanik

Die Holunderbeeren gehören zu den Steinfrüchten und der Holunder an sich weißt eine Artenvielfalt von 30-40 Sorten auf. Für den menschlichen Verzehr eignen sich jedoch nur der rote und schwarze Holunder, wobei letzterer der „typische“ Holunder und eine der häufigsten Kulturpflanzen ist. Er bevorzugt Böden, die reich an Humus und Nährstoffen sind. Die Beeren werden im Herbst geerntet und von den Dolden getrennt.

 

Kulturelle Bedeutung

Der Holunderstrauch weist eine Vielzahl an Mythen und geschichtliche Bedeutung auf. Er soll Häuser vor Feuer und Blitzschlag geschützt haben und den Hausgöttern, die das Haus beschützten, geweiht sein. Ihre Funktion als Nahrungs- und Heilmittel geht weit in der Geschichte bis in die Steinzeit, die Antike und das Mittelalter zurück. Die Beeren wurden gegen Bisse von Schlagen oder Hunden eingesetzt. Die Farbe der Beeren fand als blaue Tinte und Farbstoff von Leinentüchern und Haaren Verwendung.

 

Nutzen

In der Industrie wird der Farbstoff für das Einfärben von verschiedenen Produkten, wie Süßigkeiten und Molkereiprodukten, oder in der Textilindustrie eingesetzt. Holunderbeeren sollten nicht roh verzehrt werden, da sie Beschwerden wie Erbrechen, Übelkeit und Durchfall auslösen können. Bei Erkältungskrankheiten und Grippe hilft die Holunderbeere vorbeugend oder nach Krankheitsausbruch lindernd. In der Küche wird häufig der Saft und das Fruchtmark verwendet.

 

Wenn Sie mehr über die Holunderbeere erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

Quelle:
Felber B. (2016): Holunderbeere, Kräuterstammtisch