Unsere Sponsoren
und Förderer

Stadt Fulda
Kultusministerium Hessen
RhönENERGIE Fulda
Abwasserverband Fulda
Förstina - Der Schatz der Rhön
Osthessen News

Hopfen

(Humulus lupulus)

 

Botanik

Hopfen ist an Böschungen, Bachläufen und Waldrändern zu finden, überall da wo der Boden schwer und feucht ist. Hopfen ist eine Kletterpflanze und sucht sich selbstständig in der der Natur eine Kletterhilfe, an der er sich rechts herum in die Höhe windenkann. Die Pflanze kann bis zu 50 Jahre alt werden, ist einjährig und zählt zur Familie der Hanfgewächse. Es können männliche und weibliche Pflanzen anhand ihrer Blütenform während der Blütezeit unterschieden werden. Der männliche Hopfen wird lediglich für die Kreuzung in der Hopfenzüchtung verwendet, für die Weiterverarbeitung zu z.B. Bier werden die weiblichen Hopfenpflanzen kultiviert. Wie bei anderen Pflanzen auch gibt es beim Hopfen viele verschiedene Sorten, jedoch sind nur wenige für die Weiterverarbeitung von Bedeutung. Deutschland gehört zu einem der drei größten Hopfenanbauländer, macht in etwa 30% der weltweiten Produktion aus und unterteilt sich in sechs Anbaugebiete. In jedem dieser Gebiete gibt es Gerüste von 7m Höhe mit einem Holzmast und Netzen aus Querdrähten. Der Anbau von Hopfen benötigt viel Arbeit und Pflege. Dafür wächst er sehr viel in nur kurzer Zeit und seine Ausbeute ist mit 5000-10000 Dolden pro Rebe recht hoch.

 

Kulturelle Bedeutung

Die essentielle Bedeutung als Zutat für Bier beruht auf der verbesserten Haltbarkeit, da der Hopfen Keime abtötet. Diese Eigenschaft wurde bereits 1153 n. Chr. erkannt. Auch wird heute noch nach dem Reinheitsgebot aus dem Jahre 1516 Bier gebraut. Natürlich gibt es rund um den Hopfen eine Vielzahl an Traditionen. Es gibt Hopfenbotschafter und –könige, Hopfenfeste, Hopfenwochen, Museen und Sprichwörter wie „Hopfen und Malz Gott erhalt’s“.

 

Nutzen

Für die Hopfenverarbeitung sind lediglich die Dolden von Bedeutung. Die Blätter, Stängel und Reben werden zerkleinert und können in Form von Kompost und Dünger auf dem Hopfenfeld wieder verwendet werden. Bis auf 1% geht die ganze Ernte in die Bierproduktion ein, die eine enorme Vielzahl an Biersorten herstellt. Doch auch in manchen Schnäpsen und Likören kommt Hopfen vor. Und in der Küche wird er als Hopfenspargel verarbeitet. Doch neben dem Brauen von Bier ist das andere Einsatzgebiet die Phytotherapie. Hierbei wird auf viele Art und Weise die beruhigende Wirkung des Hopfens eingesetzt.

Wenn Sie mehr über den Hopfen erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

Quelle:
Felber B. (2013): Hopfen, Kräuterstammtisch