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Johanniskraut

(Hypericum perforatum)

 

Botanik

Die Pflanze wächst auf magerem und trockenem Boden und benötigt Wärme und Licht. Der interessante Teil der Pflanze – das Kraut– sitzt in den Blütenknospen und Blüten. Diese blühen von Juni-September und sind am besten Vormittags/Mittags zu ernten, nachdem der Tau getrocknet ist. Nicht durch Zufall blüht die Pflanze in der Zeit um den Johanni-Tag. Das Kraut speichert in dieser Zeit der höchsten Sonneneinstrahlung viel Wärme und Licht und sammelt so Reserven für die zukünftigen dunkleren Tage. Zu der Familie der Johanniskrautgewächse zählen mehrere Arten. Das echte Johanniskraut wird dabei an den zwei Längskanten des Stängels und der pyramidenförmigen Blütenrispe erkannt.

 

Kulturelle Bedeutung

Wo genau das Johanniskraut seinen Ursprung hat, ist nicht bekannt. Allerdings gibt es verschiedene Geschichten und Vermutungen wo das Kraut herkommt und wie es zu seinem Namen gekommen ist. Eine Variante besagt, dass es sich aus dem Blut von Johannis dem Täufer entwickelt hat. Eine andere Sage erzählt, dass beim Tod Jesu am Kreuz dessen Blut auf die Erde getropft ist und genau an dieser Stelle das Johanniskraut mit seinen enormen Heilkräften gewachsen ist und somit das Blut Christi enthält. Der Name soll sich von Johannis, dem Lieblingsjünger Jesu, ableiten, der bei dessen Tod direkt neben dem Kreuz gestanden haben soll. Durch seine Entstehungsgeschichte bedingt wurde dem Johanniskraut seit jeher eine Kraft nach gesagt, die Krankheiten, Unglück, Böses, Dämonen und den Teufel abwehren soll. Bei dem namensgleichen Johannisfeuer trugen die Mädchen früher beim Tanz einen Kranz aus Johanniskraut.

 

Nutzen

Auf der inneren Ebene wirkt Johanniskraut gegen Depressionen, beruhigend und hebt die Stimmung an. Hierzu werden vor allem hochdosierte Präparate aus der Apotheke eingesetzt. Um Erschöpfung, Prüfungsangst, Unruhe oder Schlafstörungen vorzubeugen, helfen Tinkturen oder Teezubereitungen.
Auch äußerlich wird Johanniskraut eingesetzt. Es kann Schmerzen lindern, die Heilung von Wunden fördern und wird bei Narbenbehandlungen, Gürtelrose, Sehnenscheidenentzündung und Verspannungen im Muskel angewendet. Allerdings ist bei Johanniskraut zu beachten, dass es einige Medikamente wie die Pille oder Antibiotika beeinflusst.

 

Wenn Sie mehr über das Johanniskraut erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

Quelle:
Felber B. (2007): Johanniskraut, Kräuterstammtisch