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Kastanie

Rosskastanie/ Edelkakastanie (Marone)

Botanik

Es lassen sich zwei Arten von Kastanien klassifizieren. Die Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ist die typische Kastanie, die sich in viele Gärten und Parks wiederfindet. Sie gehört zu den Rosskastaniengewächsen und kann 300 Jahre alt und 30m hoch werden. Die Kastaniensamen fallen im Herbst von den Bäumen, nachdem der Baum Anfang Mai geblüht hat. Oft lassen sich an den Blättern bereits im Sommer braune Flecken erkennen. Diese werden durch die Miniermotte ausgelöst, die sich durch das Blattgewebe frisst und sich über befallene Blätter schnell weiterverbreitet und sich schwer bekämpfen lässt. Die zweite Gruppe ist die Edelkastanie (Castanea sativa). Sie zählt zu den Buchengewächsen und ist auch als Esskastanie und ihr Samen als Maroni bekannt. Diese Kastanienbäume sind in wärmeren Gegenden wie dem Taunus oder dem Schwarzwald zu finden und werden wie die Rosskastanie bis zu 30m hoch. Allerdings können sie noch ein paar hundert Jahre (bis zu 400-500 Jahre alt) älter werden.

 

Kulturelle Bedeutung

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Nutzen

Die Samen der Rosskastanie sind lediglich für Wildtiere und Pferde genießbar, für den Menschen nicht. Aber in der Medizin und Kosmetik finden sie rege Anwendung, da sie u.a. das Gefäßsysteme stärken. So werden Präparate für die innerliche und äußerliche Anwendung gegen Venenentzündungen, Krampfadern und venöse Stauungen eingesetzt. In der Homöopathie dienen Rinde und Früchte zur Gewinnung von Präparaten. Auch zum Basteln und zur Dekoration ist die Rosskastanie sehr gefragt. Das Holz der Edelkastanie wird für den Schiffbau und massive, witterungsbeständige Möbel verwendet. Die Blüten des Baumes dienen Bienen zum Sammeln von Pollen für einen Kastanienhonig. Anders als bei der Rosskastanie sind die Früchte der Edelkastanie (Maroni) für den Menschen genießbar. Sie können sowohl süß als auch herzhaft verarbeitet werden und können roh, glasiert, kandiert, getrocknet oder in Konserven erworben werden. Kastanien besitzen Mineralstoffe, Vitamine und eine große Menge an Kalium und Kalzium. Sie sind außerdem sehr fettarm und durch ihren hohen Wassergehalt frisch leicht verderblich. Besondere Bedeutung haben Esskastanien für Menschen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), da sie kein Gluten enthalten.

 

Wenn Sie mehr über die Kastanie erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

Quelle:
Felber B. (2012): Kastanie, Kräuterstammtisch