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Zimt

(Cinnamomum verum)

 

Botanik

Zimtbäume zählen zu der Familie der Lorbeergewächse und es gibt ca. 275 Arten, die der
Gattung der Zimtbäume angehören. „Geerntet“ wird Zimt, indem die zweijährigen Schösslinge gesammelt werden. Verwendet wird jedoch nur die Innerste Rinde, welche sich von alleine in die typische Zimtstangenform mit eingerollten Seiten bringt. Die Stangen werden nach der Ernte fermentiert und getrocknet.


Kulturelle Bedeutung

Das erste Mal wurde Zimt angeblich 3000 v. Chr. in China verwendet. 1600 v. Chr. war Zimt in Ägypten als Heilmittel und Gewürz bekannt. Während der Besatzungszeit gelangte Zimt nach Europa und die europäischen Länder bauten ein Monopol auf, wodurch das Gewürz sehr teuer und wertvoll wurde.

 

Nutzen

Für die Zimtgewinnung werden von den 275 Arten lediglich Ceylonzimt, Chinazimt (oder auch Kassiazimt) und Padangzimt verwendet. Der Kassiazimt ist die billigere Variante, weswegen er häufiger verkauft wird, allerdings enthält er auch eine deutlich höhere Menge Kumarin als der Ceylonzimt. Kumarin steht im Verdacht für den Menschen gesundheitsschädliche Auswirkungen zu haben.  Zimt ist in Form von Stangen, Pulver und Öl im Handel erhältlich und kann vielseitig verwendet werden. Als Gewürz wird Zimt häufig in Süßspeisen und Gebäck verarbeitet und gerade in der Weihnachtszeit kommt er häufig zum Einsatz. In der asiatischen und orientalischen Küche werden auch herzhafte Speisen mit Zimt verfeinert. Das ätherische Öl sorgt in Duftlampen für weihnachtliche Stimmung und wird in der Kosmetikindustrie für viele Produkte verwendet. Auch kann Zimt gemahlen oder im Ganzen geräuchert werden. In der Heilkunde wird Zimt eingesetzt gegen Magenbeschwerden. Er wirkt beruhigend, magenstärkend, krampflösend und verdauungsfördernd und kann bei Durchfall oder Zahnschmerzen angewendet werden. Durch den Wirkstoff Eugenol kann Zimt bei starker Periode und nach der Geburt hilfreich sein auf Grund der zusammenziehenden Wirkung. In der chinesischen und ayurvedischen Heilkunde wird Zimt als wärmendes Mittel eingesetzt. Aktuell wird Zimt auch als Nahrungsergänzungsmittel diskutiert und untersucht. Hierzu gibt es allerding keine eindeutigen Erkenntnisse.

 

Wenn Sie mehr über Zimt  erfahren möchten und sich mit anderen Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

Quelle:
Felber B. (2006): Zimt, Kräuterstammtisch