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Topinambur

(Helianthus tuberosus)

 

Botanik

 

Topinambur ist eine nordamerikanische Sonnenblumenart mit etwas kleineren Blüten als unsere heimischen Sonnenblumen. Die Pflanze bildet eine unterirdische Knolle, die im Spätherbst und im Winter geerntet werden kann.
Weitere Namen von Topinambur sind Knollensonnenblume, Erdartischocke oder Erdbirne.

 

Kulturelle Bedeutung

 

Topinambur kam ursprünglich von Kanada nach Europa und war schon zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Frankreich eine Delikatesse. Es erfolgte eine rasche Verbreitung und vor dem Anbau der Kartoffel war Topinambur ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Hauptanbaugebiete befinden sich aktuell in Nordamerika, Russland, Australien und Asien; in Deutschland gibt es bisher nur kleine Anbaugebiete.

Jahrzehntelang waren die Knollen von Topinambur von unserem Speiseplan verschwunden, doch inzwischen sind die „alten“ Knollen wieder auf dem Vormarsch bis hin zur Einstufung als „Superfood“.

 

Nutzen

 

Topinambur gilt als Diabetikergemüse, weil es Inulin enthält. Inulin ist ein Mehrfachzucker, der zu 95 % aus Fruchtzucker und zu 5 % aus Traubenzucker besteht. Diese Kombination erhöht kaum den Blutzuckerspiegel, wird unabhängig von Insulin verstoffwechselt und ist deshalb besonders gut geeignet für Diabetiker. Inulin wirkt außerdem prebiotisch, d.h. es ist gesund für unsere Darmkeimflora.

Ein durchaus positives Zeichen ist eine anfänglich vermehrte Darmaktivität (mit Blähungen), deshalb soll man mit kleinen Mengen (ca. 50 g/Tag) beginnen. Nach kurzer Gewöhnungszeit und regelmäßigem Verzehr verschwinden diese Symptome.

Dank des Inulins wird Topinambur sogar als Heilpflanze eingestuft, er wird empfohlen u.a. zur Vorbeugung von Darmkrebs.

Außerdem enthält Topinambur Vitamine (Carotin, B1, B2, B6, C, D, Nicotinsäure und Biotin), Mineralstoffe und Spurenelemente (besonders viel Kalium, aber auch Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Kieselsäure) und reichlich Ballaststoffe.

Im Handel sind neben der Frischware auch Sirup-, Saft- oder Pulver-Produkte oder auch Schnaps erhältlich.

Man kann Topinambur roh, gekocht oder gebraten essen – sogar mit Schale, denn darunter befinden sich die wertvollsten Inhaltsstoffe. Man muss ihn nur gründlich abbürsten. Er schmeckt leicht nussig-süßlich.

Roh ist Topinambur am Gesündesten, man kann ihn einfach in dünne Scheiben geschnitten oder geraspelt zu vielen Salaten dazugeben. Außerdem kann man ihn zu Gratins und Püree’s geben oder sogar in einer Nachspeise „verstecken“. 

Wie oben erwähnt, soll man mit kleinen Mengen, aber regelmäßigem Verzehr beginnen. Die Darmflora muss sich an die Umsetzung des Inulins gewöhnen, danach kann die Menge gesteigert werden.

 

Wenn Sie mehr über den Topinambur erfahren möchten und sich mit andern Pflanzenliebhabern über praktische Tipps und Erfahrungen austauschen möchten, nehmen Sie doch mal an einem Treffen des Kräuterstammtisches teil. Termine unter Kräuterstammtischtermine oder im Programm.

 

 

Quelle

Felber B. (2019): Topinambur, Kräuterstammtisch