AUBE

Artenschutz durch umweltgerechte Beleuchtung (AuBe) ist ein Forschungsprojekt des Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin (IGB Berlin), an dem sich das Umweltzentrum Fulda als Verbundpartner beteiligt. Es wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Bundesprogramms für Biologische Vielfalt gefördert. Es hat eine Laufzeit von insgesamt 5 Jahren und läuft bis Ende 2024.

Ziele des Projekts 

  • Es wird ein neues Leuchtendesign entwickelt, das die negativen Auswirkungen auf Lebewesen, die auf Dunkelheit angewiesen sind, -besonders auf Insekten- auf ein Minimum verringert. In Zukunft soll dieser Laternentyp zum neuen Standard für die Beleuchtung öffentlicher Wege werden.
  • Darüber hinaus soll das Projekt für die Bedeutung von Dunkelheit für die Artenvielfalt und die Beeinträchtungen sensibilisieren, die von künstlicher Beleuchtung ausgehen.
  • Es soll über die öffentliche Beleuchtung hinaus auch Firmen, Institutionen und Privatleute dazu motivieren, ihre Beleuchtung entsprechend umzustellen
  • Es dient dem fachlichen Austausch und der Vernetzung von Insektenfreund*innen

Im Umweltzentrum Fulda wird das Projekt von der Biologin Charis Wuthenow betreut.

Die Stadt Fulda ist von der IDA International DArk Sky Community als erste Stadt in Deutschland mit dem Titel "Sternenstadt" ausgezeichnet worden. 

Die Stadt Fulda hat sich eine Richtlinie zum nachhaltigen Umgang mit funktionalem und gestalterischem Licht gegeben. Sie soll das Erscheinungsbild der Stadt vor Verunstaltung und Überinszenierung durch falsch eingesetztes Licht schützen.

Die Richtlinie ist zunächst eine Selbstverpflichtung der Stadt, bei eigenen Beleuchtungsanlagen alle Formen von Lichtverschmutzung zu minimieren. Zugleich soll sie auch private Bauherren und Planern sowie Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden wichtige Handreichungen für eine energiesparende, klimafreundliche Lichtoptimierung bieten. Die Stadt will dabei für eine freiwillige Mitwirkung sensibilisieren und bietet auch entsprechende Beratung an.